caRINDthia ZVB eGen • Zollfeldstraße 100/1 • 9300 St. Veit/Glan

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Zukunft der Fleckviehzucht im Fokus

EUROgenetik tagte in Tirol

Internationale Zusammenarbeit für eine starke Fleckviehzucht

Die EUROgenetik, der weltweit größte Besamungsverbund für die Rasse Fleckvieh, hielt am 18. Juni 2026 ihre Mitgliederversammlung in Strass im Zillertal ab. Vertreter aller Mitgliedsorganisationen aus Deutschland und Österreich nutzten die Zusammenkunft, um Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und die strategischen Weichen für die Zukunft zu stellen. Gastgeber der Veranstaltung war die Rinderzucht Tirol, deren Aufsichtsratsvorsitzender ÖR Kaspar Ehammer die Teilnehmer in Tirol willkommen hieß.

Erfolgreiches Jahr bei der Genetik-Rekrutierung

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Tätigkeitsbericht 2025. Die Zahlen unterstreichen die starke Position der EUROgenetik im internationalen Wettbewerb. Insgesamt wurden 145 neue Fleckviehstiere angekauft, wobei man sich ca. die Hälfte bereits als Kalb gesichert hat (über Vertragssysteme oder am freien Markt). Besonders erfreulich entwickelte sich der Anteil genetisch hornloser Tiere, der auf hohem Niveau weiter anstieg. Gleichzeitig wurde auf eine ausreichende genetische Vielfalt bei Vätern, Muttersvätern und Blutlinien geachtet, um die langfristige Zuchtbasis abzusichern. Die EUROgenetik verfügt damit bei den genomischen Jungstieren, bei den nachkommengeprüften Stieren und vor allem bei der Hornlos-Genetik über ein äußerst konkurrenzfähiges Angebot.

Forschung und Genomik treiben Zuchtfortschritt voran

Einen fachlichen Höhepunkt bildete der Vortrag von Dr. Hermann Schwarzenbacher von der ZuchtData GmbH. Er präsentierte aktuelle Entwicklungen in der genomischen Zuchtwertschätzung und gab einen Ausblick auf künftige Innovationen. Die breite Herdengenotypisierung und das stetig weiterentwickelte Single-Step-Verfahren ermöglichen inzwischen eine deutlich höhere Genauigkeit der Zuchtwertschätzung. Künftige Schwerpunkte liegen unter anderem im Inzuchtmanagement, bei weiteren Gesundheitsmerkmalen sowie in der anstehenden Überprüfung des Zuchtzieles in den kommenden Jahren. Damit werden wichtige Grundlagen geschaffen, um Leistungsfähigkeit, Tiergesundheit und Nachhaltigkeit in der Fleckviehzucht weiter zu verbessern.

Einstimmige Beschlüsse und Blick auf die EuroTier

Die Mitgliederversammlung genehmigte einstimmig den Jahresabschluss 2025 sowie den Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2026. Ein weiterer wichtiger Beschluss betraf den gemeinsamen Auftritt auf der EuroTier 2026 in Hannover. Die weltweit bedeutendste Fachmesse für Tierhaltung stellt für die EUROgenetik eine wichtige Plattform dar, um die Leistungsfähigkeit der Rasse Fleckvieh international zu präsentieren.

Tiroler Gastfreundschaft und Rahmenprogramm

Neben den offiziellen Beratungen kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz. Das Rahmenprogramm führte die Teilnehmer auf die Verbandsalm der Rinderzucht Tirol, wo die Bedeutung der Almwirtschaft für die Rinderhaltung und Zucht vermittelt wurde. Ebenso großes Interesse fand die Besichtigung des Binder-Holzwerks in Fügen. Das international tätige Unternehmen gewährte spannende Einblicke in modernste Holzverarbeitung.

Die Kombination aus fachlichem Austausch, züchterischen Themen und regionalen Besichtigungen machte die Veranstaltung zu einem gelungenen Treffpunkt der deutsch-österreichischen Fleckviehzucht und unterstrich die gute Zusammenarbeit in der EUROgenetik.

Gruppe EUROgenetik
Fleckvieh Kalbinnen auf der Alm
Binderholz

Rassen

Fleckvieh

"Doppelnutzung in Perfektion"

Holstein

"Leistung und Exterieur"

Brown Swiss

"More than milk"

Jersey

"Milchinhaltsstoffe Maker"

Original Pinzgauer

"Rasse mit Tradition und Zukunft"

Kärntner Blondvieh

"Anpassungsfähig – Langlebig – Einheimisch"

Fleisch-
rinder

"Rassen mit Klasse und Masse"

Sonstige Rassen

Montbeliarde, Normande, Pinzgauer